Bettina Flitner liest: „Meine Schwester“

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Kann ein Buch einen Lebensschmerz überwinden?

Als die Fotografin Bettina Flitner vor einigen Jahren vom Suizid ihrer Schwester erfuhr, waren die erste Reaktion Schock, Lähmung und Verzweiflung. Dann entschied sie sich zum Erzählen. Das Ergebnis ist ein tief bewegender, meisterhafter Text, ein Buch der Befreiung.

Mit einem an Fotografie geschulten Blick, voller Hingabe, Witz und Traurigkeit erzählt Bettina Flitner die Geschichte einer innigen Geschwisterbeziehung: eine Kindheit der 70er Jahre, die Jahre auf der Montessorischule, die Erinnerungen an die charismatischen in Celle lebenden Großeltern, der Vater ein Kulturmanager und Exponent des linksliberalen Bürgertums der alten BRD, ein Jahr in New York, die Ferien auf Capri, die ersten Liebesabenteuer und die Pubertät. Und dann die Risse: die Überforderung der Kinder, die Entfremdung der Eltern, Die Flucht der Mutter in die Depression, die nicht zu erfüllenden Berufserwartungen der Eltern.

Bettina Flitners Buch ist ein bewundernswert mutiger Schritt, sich den Gespenstern der Vergangenheit zu stellen und sich von diesen zu befreien und so den Tod der geliebten Menschen verarbeiten zu können. Ein Buch über ein Thema, das für viele Menschen immer noch von Tabus und Schweigen besetzt ist.

 

Bettina Flitner wurde 1961 in Köln geboren. Sie machte eine Ausbildung zur Cutterin beim WDR und studierte von 1986 bis 1992 an der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin. Für ihr filmisches und fotografisches Werk erhielt Flitner zahlreiche Preise. Seit 1989 arbeitet sie als Fotografin, seit 1992 ist sie Mitglied der Kölner Fotografenagentur laif.

Am 2. Juni 2018 heiratete sie die Feministin Alice Schwarzer.

 

 

Beginn 19.30 Uhr      Einlass 18.30 Uhr

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