Vladimir Esipov liest:

„Die russische Tragödie“

Lade Veranstaltungen

Lesung mit Buchgespräch, moderiert von Jörg Beige

In Russland geboren und aufgewachsen, hat Vladimir Esipov als Journalist Politik und Kultur des Landes über Jahrzehnte hinweg begleitet. In seinem Buch stellt er sich die Frage: Wohin mit diesem neuen Russland? Was tun mit dem größten Land des Kontinents, das sich in den letzten dreißig Jahren stärker verändert hat als manche Nation in den vergangenen dreihundert?

Sein Buch zieht dafür einen Längsschnitt durch gut drei Jahrzehnte russischer Geschichte – seit dem Untergang der Sowjetunion.

Dies könnte eine Aufgabe für ein konventionelles historisches Sachbuch sein, das anhand von Quellen die politische und gesellschaftliche Entwicklung beschreibt.  Das tut das Buch auch – doch das Besondere an Esipovs Buch ist die Verflechtung der persönlichen Perspektive mit der Schilderung der politischen und wirtschaftlichen Strukturen. Esipov war als tagesaktuell arbeitender Journalist in Russland immer mittendrin. Es ist ein Buch eines professionellen Beobachters und eines Betroffenen zugleich – und dadurch ein ungemein persönliches Buch.

Souverän gelingt der Wechsel zwischen persönlichen Erlebnissen, Anekdoten und historisch-politischer Reflexion. Das Buch richtet sich nicht in erster Linie an die außenpolitische Fachwelt, sondern an ein breites, interessiertes Publikum.

Es ist im besten Sinne ein aufklärerisches Buch. Es warnt implizit das westliche Publikum davor, die fundamentale Gegnerschaft zu unterschätzen und zeigt, wie Russland sich in eine antagonistische Rolle gegenüber dem Westen manövriert hat. Zugleich wirkt es aber der Dämonisierung Russlands entgegen, indem westliche Leser nachvollziehen können, was ganz normale Menschen dort erlebt haben.

Vladimir Esipov lebt heute in Berlin und arbeitet als Redakteur bei der Deutschen Welle. Bevor er Russland verlassen musste, war er Journalist bei verschiedenen Tageszeitungen und zuletzt Chefredakteur von Geo Russland, bis der deutsche Verlag aufgrund eines neuen Gesetzes das Erscheinen in Russland einstellen musste.

 

Beginn 19.30 Uhr       Einlass 18.30 Uhr

Karten gibt es an der Abendkasse, bei den bekannten Vorverkaufsstellen der NJIC und online hier auf der Seite.

 

 

Hier können Sie Ihre Karten reservieren! Bitte beachten Sie: Die Reservierung wird erst nach Bezahlung der bestellten Plätze verbindlich. Wir freuen uns auf Sie!

Nach oben