Sieben Hüte liegen auf dem Boden der Bühne. Drei weitere hängen an einem Kleiderständer und mehrere Seiten Papier bedecken den Boden. Recht „verhaut“ schaut er aus mit zerknittertem Hemd, verstrubbelten Haaren und einem besonderen Gesichtsausdruck. Neben den trendigen Comedy-Programmen, die sich an aktuellen politischen oder gesellschaftlichen Themen festbeißen, trifft der Schauspieler Martin Müller-Reisinger mit seinen Texten frei nach Karl Valentin einen anderen Nerv.
Mit musikalischer Begleitung durch den Cellisten Nenad Uskokovic singt er „miese Lieder“, die an Komik nicht zu übertreffen sind. Ein gut eingespieltes Team sind die beiden Künstler, die abwechselnd mit Musikstücken und Szenen alte Theatervorstellungen aufleben lassen.
In den aberwitzigen Gedanken des Nepermuk sind allerdings auch einige tiefgründige versteckt. Warum gibt es keinen Theaterzwang, so wie den Schulzwang? Denn dann würden alle gerne hingehen, so wie die Kinder ja auch, weil sie müssen. „Der Staatsbürger weiß er muss, ob es ihn nun graust oder nicht.“ Oder: „Ein Fremder fühlt sich nur in der Fremde fremd“.
Ein grandioser Abend, aber sehr anstrengend für die Lachmuskeln.
Beginn 20.00 Uhr Einlass 19.00 Uhr
Karten gibt es an der Abendkasse, im VIOLAS am Markt 9 und online hier auf der Seite.
Die Veranstaltung wird unterstützt durch die Stiftergemeinschaft der Sparkasse Celle-Gifhorn-Wolfsburg.

